Verlag


Zwei “verrückte” Autorinnen mit eigenem Verlag

Die erlebnisorientierte Schulungsmethode Barbara Müller hat im Lauf der letzten Jahre ihren Weg nach draußen gefunden. So hält Barbara Müller deutschlandweit medizinische Fort- und Weiterbildungsseminare und Vorträge für Diabetesberaterinnen, Arzthelferinnen, Pflegepersonal sowie für Ärzte und Apotheker. Außerdem unterrichtet die Diabetesberaterin auch an der renommierten Novo Nordisk Akademie.

Dort lernte sie im Herbst 2009 durch Zufall die Texterin und Redakteurin Isolde Weidlich-Schütz kennen. Schon kurz darauf war die Idee zum Buch „Otto“ geboren.

Um in jeder Beziehung unabhängig bleiben zu können, erfolgte die Gründung des BMS Diabeteskiste Verlags.

 

Das Ziel des Verlages ist es, Menschen mit Diabetes und das schulende Diabetesteam zu unterstützen.

Wie alles begann …

Es war einmal … so fangen nicht nur die Kindermärchen an, die von Frau Holle oder Schneewittchen erzählen. Wie jede gute Geschichte fängt so auch die Entstehung unseres Buches an …

 

„Es war einmal ein Freitagnachmittag bei einem Seminar in Mainz, als das Schicksal mich eine ganz besondere Frau, Isolde Weidlich-Schütz, kennenlernen ließ. Sie saß als Teilnehmerin in meinem Seminar für Arzthelferinnen, bei dem ich – wie so oft – die Aufgabe hatte, den Diabetes mellitus leicht verständlich zu erklären. Am Schluss des Seminars sprach mich Isolde an. Sie sagte mir, endlich habe sie den Diabetes richtig verstanden – und das, obwohl sie sich als Texterin schon seit geraumer Zeit damit beschäftigte. Sie war ganz begeistert und meinte, das seien genau die Sprache und die manchmal zu Recht verrückten Schulungsmaterialien, mit denen jeder Patient seine Zuckerkrankheit verstehen könnte. Beim nachfolgenden gemeinsamen Abendessen kam es dann, wie es kommen musste. Isolde sollte ein Interview mit mir machen, für eine Broschüre. „Frau Müller, das müssen Sie aufschreiben, das wäre ein tolles Buch für die Patienten.“

„Ein Buch?“ – ich habe gelacht. Ich arbeite den ganzen Tag von 7:00 Uhr morgens bis spätabends in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis. Am Wochenende gebe ich viele Seminare, vor allen Dingen meine „Kreativseminare“ an der Novo Nordisk Akademie, die ich über alles liebe. Bei diesen Seminaren stelle ich mit meinen Kolleginnen – alles begeisterte Schulungskräfte, deren Herz auch für die Schulung schlägt – gemeinsam Schulungsmaterialien her. Jedes Mal überlegen wir zusammen, wie wir die Diabetesschulung verbessern und unsere Schulungsschatzkisten füllen können – ein toller Erfahrungsaustausch! Von dort kam seit Langem die Bitte, „Barbara, kannst du bitte alles, was du uns erzählst, nicht mal aufschreiben? Wir hätten gerne von dir ein ‚Rezeptbuch‘ für unsere Schulungen.“ Entscheidend für mich waren aber meine Patienten: viele, sehr liebe, meist ältere Menschen, die ich schon über viele Jahre betreue. Sie haben sich immer ein Patientenbuch von mir gewünscht, das in genau meiner Sprache geschrieben sein sollte!“

 

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„Nichts in der Welt ist stärker als eine Idee, für die die Zeit gekommen ist.“ (Victor Hugo)

„Gesagt – getan! Zwei Powerfrauen hatten sich getroffen. Isolde versicherte mir, dass wir es gemeinsam packen würden: „Barbara, du sagst mir, was du denkst – und ich formuliere es so, dass jeder es gut versteht.“ Für mich war es am Anfang schwierig, da ich keine Ahnung hatte, wie man ein Buch schreibt. Isolde nahm meine Schulungen mit dem Diktiergerät auf, parallel dazu schrieb ich alles frei von der Leber auf, ohne Punkt und Komma. Isolde hat das Ganze dann geputzt und in Form gebracht, hat strukturiert und ergänzt und Übergänge geschaffen. Weil wir beide sehr viel arbeiten, konnten wir über lange Zeit hinweg immer nur in unserer Freizeit an unserem Buch arbeiten: Ich, wenn ich in Lenggries in Oberbayern Urlaub machte, Isolde am Wochenende oder auch im Urlaub. Dank Internet und Computer tauschten wir uns problemlos aus, zumal wir uns ohne Probleme ein Bett und einen Computer hätten teilen können: Isolde als Nachtmensch arbeitet häufig bis in die frühen Morgenstunden, ihre Textentwürfe wurden oft gegen 2:14 Uhr per E-Mail an mich verschickt. Ich hingegen bin eher ein Morgenmensch, der um 5:00 Uhr aufsteht. Meine Texte und Korrekturen verschickte ich oft zwischen 5:00 und 6:00 Uhr in der Früh, bevor ich in die Praxis ging.“

„Gemeinsam sind wir stark“, dieser lapidare Spruch trifft auf uns beide wirklich zu. Beide haben wir uns in unseren „Otto“ verliebt. Harald Schneider, Kunigunde Ludwig, Anneliese und der Dackel Waldi, sie alle sind uns in den vergangenen zweieinhalb Jahren mehr ans Herz gewachsen, als wir je gedacht hätten. Wir hatten unglaublich viel Spaß, aber auch Stress. Unser Buch hat uns – und unseren Familien und Freunden – sehr viel abverlangt.“ Barbara Müller, eine von Ottos Mamas